Das Produktezentrum Obst hat folgende Aufgaben:
Anlässe, Erfahrungsaustausch etc. 2026 PZ Obst
30.04.2026 17.00 Uhr Erfahrungsaustausch PZ Obst (Kernobst) bei Fam. Marco Messerli Kirchdorf
Thema "Agropiloten, Spritzen im Obst"
Anfang Juni ca. 18.00 Uhr Erfahrungsaustausch PZ Obst (Steinobst) im Seeland
Thema: Vorernteveranstaltung Krischen, Landi Seeland und Obstbauverein
19.11.2026 13.30 Uhr Schlusssitzung PZ Obst bei Frigemo, Zollikofen
weitere Anlässe finden Sie unter dem Kursprogramm
Pflanzenschutzmittelliste für den Erwerbsobstbau 2026
Pflanzenschutzmittelverzeichnis BLV
Richtlinien 2026 zum ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) im Obst- und Beerenbau
In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Fängen des Japankäfers. Da der Quarantäneorganismus meldepflichtig ist, machen wir noch einmal auf einige Merkmale und Massnahmen aufmerksam.
Den Japankäfer erkennen und melden
Seine fünf weissen Haarbüschel auf jeder Seite des Hinterleibs und zwei Haarbüschel am Ende des Hinterleibes unterscheiden ihn von ähnlich aussehenden einheimischen Käferarten. Weitere Merkmale finden Sie im Merkblatt des Kantons Bern zur Bestimmung des Japankäfers. Die Kantone führen im Auftrag des Eidgenössischer Pflanzenschutzdienstes die Gebietsüberwachung durch, welche im Jahr 2025 nochmals intensiviert wurde. Fallen mit Lockstoff sollen den Schädling anlocken und festhalten. Bei Verdacht sind auch Privatpersonen aufgefordert, einen Fund via Formular dem kantonalen Pflanzenschutzdienst zu melden. Dazu Käfer einfangen und Fotos schicken.
Die diesjährige Obstbautagung fand am 9. Januar am INFORAMA, Seeland in Ins statt. Es fanden sich rund 20 Personen ein, um Aktuelles zum Obstbau zu erfahren. Nebst den wichtigsten Änderungen zu den zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, wurde von verschiedenen Experten interessantes Wissen und aktuelle Forschungsergebnisse zu relevanten Themen im Obstbau geteilt. Zudem informierte Markus Gammeter vom Inforama Waldhof über die wichtigsten Änderungen von HODUFLU zu digiFLUX und einer digitalen Suisse-Bilanz.
Die Sortenliste für die Pflanzung robuster Apfelsorten ist seit Ende 2023 verfügbar. Die Gesuche im Umweltbereich, welcher die Pflanzung der robusten Apfelsorten beinhaltet, werden prioritär behandelt. Eine langfristige und sorgfältige Planung wird empfohlen, damit das Gesuch / der Antrag zum Zeitpunkt der Pflanzung bewilligt ist.
Ziel
Das Ziel dieser Massnahme, beziehungsweise der Pflanzung von Apfelsorten ist es, den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu reduziert und dadurch die Umwelt zu schonen.
Beiträge
Für die Umsetzung wurden folgende Beiträge aus der Strukturverbesserung gesprochen:
– Bundesbeitrag pro ha: Fr. 14 000.– (inkl. befristeter Zuschlag von 7000.– pro ha bis 2030)
– Kantonsbeitrag pro ha: Fr. 7000.–
– Investitionskredit pro ha: Fr. 7000.
Die summierten Finanzhilfen dürfen 85% der anrechenbaren Kosten nicht überschreiten. In einem solchen Fall würden die Finanzhilfen anteilsmässig gekürzt. Die Gesucheingabe für die Beantragung allfälliger Finanzhilfen erfolgt mit Hilfe des offiziellen Gesuchformulars.
Berechtigte Betriebe
– Nur direktzahlungsberechtigte Betriebe werden unterstützt, mindestens 1 SAK
– Mindestfläche 25 Aren (Pflanzung auf verschiedenen Parzellen möglich)
Für die Einreichung des Gesuches sind folgende projektbezogene Unterlagen notwendig: Buchhaltungen / Steuererklärungen, Offerte für die Bäume, Pflanzplan inkl. Berechnung der Nettofläche, Rechnung für die Bäume, allfällige andere projektbezogenen Unterlagen.
Sorten
Die Sorten auf der Liste wurde durch das BLW bestimmt. Unterstützung bei der Sortenwahl erhielt das BLW vom SOV, dem FiBL und Agroscope. Die aufgeführten Sorten wurden einzig aufgrund deren Robustheit gegenüber Krankheiten, Schädlingen und physiologischen Schäden getestet. Kein explizites Kriterium stellt die Markteignung dar. Folgende Sorten stehen auf der Liste: Bonita, Coop 43 (Juliet®), Ecolette, Ladina, Rustica, SQ 159 (Natyra®, Magic Star®), Topaz, WUR 037 (Freya®), Wurtwinning, Xeleven (Swing®).