Das Produktezentrum Feld- Gartenobst und Nüsse hat folgende Aufgaben:
Betreuung jener Mitglieder die nicht spezifisch im Obst, Beeren oder Verarbeitungszentrum involviert sind (Gartenbauverein, Gärtner, Bäumeler, Hausgartenbesitzer)
Mitglieder Feld- und Gartenobstbau
Mitglieder Nusspflanzer
weitere Anlässe finden Sie unter dem Kursprogramm
Anfangs Juli fand das diesjährige Haselnusstreffen in Subingen auf dem Betrieb von Simon Stalder statt. Die Teilnehmenden tauschten sich rege über aktuelle Herausforderungen und Chancen der Hasel-
nussproduktion aus. Nach einem kurzen Input von
Hanna Schmidiger und angeregten Diskussionen zur Düngung, dem Pflanzenschutz und den Sorten ging es in die Haselnussanlage von Simon Stalder. Die Anlage wurde 2021 erstellt und steht somit nun im fünften Standjahr. Die Bäume stehen sehr gut da. Viele Schnitt-und Pflegearbeiten stecken in den fünfjährigen Bäumen, dies ist gut ersichtlich und führt nun auch dazu, dass es dieses Jahr endlich eine gute Ernte geben wird. Die Anlage von Simon Stalder zeigt wieder einmal gut auf, dass es Geduld braucht, welche sich aber schlussendlich auszahlt. Der Baumstreifen wird mechanisch vom Unkraut freigehalten. Für dieses Jahr steht noch das Errichten der Erntenetze auf der To-Do-Liste von Simon Stalder. Bis jetzt hat er jeweils ohne Netze geerntet und von Hand die Nüsse zusammengelesen. In der Anlage ging das Diskutieren weiter, die Produzenten tauschten sich zum Schnitt, der Düngung und der Bewässerung aus. Dieses Jahr ist die Bewässerung laut Simon Stalder sehr wichtig, ohne Wasser würden die Bäume jetzt nicht mehr so schön aussehen, denn bei ihm hat es seit Mai kaum geregnet. Auch aktuell ist der Haselnussbohrer, welcher zurzeit per Klopfprobe überwacht und bei Erreichen der Schadschwelle bekämpft werden sollte. Bei der Bekämpfung soll beim Ausbringen auf den Honigtau geachtet werden. Im Hofladen können Haselnüsse gekauft werden, welche noch von der Ernte 2025 stammen und sehr schön aussehen. Bei einem Getränk liess die Gruppe das Sommertreffen ausklingen.
Am 5. Februar fand der Erfahrungsaustausch Walnüsse in Büren an der Aare (BE) statt. Es wurde über die SwissGAP-Zertifizierung, den Schnitt und aktuelle Herausforderungen diskutiert.
Der Austausch startete mit einem Kaffee auf dem Betrieb von Urs und Myriam Gehri. Urs Schaller berichtete von der SwissGAP-Zertifizierung seines Betriebs und gab einen umfangreichen Überblick über die Vermarktung Schweizer Walnüsse. Dabei wurden von den Teilnehmenden viele Fragen gestellt und mit-diskutiert. Vor allem die Swiss-GAP-Zertifizierung, die für die Vermarktung über Grossverteiler benötigt wird, warf viele Fragen auf. Weiter waren die Einblicke in die Preisverhandlungen mit Grossverteilern und die Einflussnahme verschiedener Player in der Schweiz sehr aufschlussreich.
Im Anschluss wurden zwei unterschiedlich bewirtschaftete Walnuss-Anlagen besichtigt. Das Thema war vor allem der Schnitt. Die erste Anlage von Urs und Myriam Gehri, die extensiv geschnitten und die Anlage vom Betrieb Bandi in Pieterlen, die eher intensiv geschnitten wird. Beide Produzenten gaben spannende Einblicke in ihre Anlagen: Was sie anders machen würden, welche Probleme sie haben und wie sie diese angehen. Wichtige Themen waren der Schnitt, der Pflanzabstand, Pflanzmuster für die beste Bestäubung und Bewässerung.
Beim Erfahrungsaustausch Mitte Januar 2026 auf dem Reusshof in Niederwil AG tauschten sich rund 8 Haselnussproduzenten über aktuelle Herausforderungen und neueste Erkenntnisse im Anbau aus. Im Fokus standen dabei vor allem die Schnitt-Technik sowie die Beobachtungen zur Braunfleckenkrankheit. Der praxisnahe Anlass bot wertvolle Einblicke und regte zur intensiven Diskussion unter den Teilnehmenden an.