Obst

Das Produktezentrum Obst hat folgende Aufgaben:

  • Betreuung des regionalen Früchtezentrums
  • Ernteschätzungen Steinobst
  • Organisation von Flurbegehungen und Erfahrungsaustauschen

Mitglieder

  • Meuter Tobias, Vinelz 079 777 32 60, Mail
  • Peter Manuel, Spiez, 033 654 19 00, Mail
  • Messerli Marco, Kirchdorf, 077 401 60 78, Mail
  • Grunder Fabian, 079 585 27 65, Mail
  • Hofmann David, Sutz, 079 341 48 26, Mail 
  • Schmidiger Hanna (Administration), Koppigen, 077 401 73 68, Mail


Aktuelles


Aktivitäten 2026

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Anlässe, Kurse, Tätigkeiten 2026
Hier finden Sie alle Tätigkeiten von Berner Früchte die übers ganze Jahr angeboten werden.
Nutzen Sie die Gelegenheit und melden sich an.
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Anlässe, Erfahrungsaustausch etc. 2026 PZ Obst

19.11.2026 13.30 Uhr         Schlusssitzung PZ Obst bei Frigemo, Zollikofen

 

weitere Anlässe finden Sie unter dem Kursprogramm


Feuerbrand

Feuerbrand ist eine hochansteckende Krankheit, die durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht wird. Nebst Apfel, Birne und Quitte werden auch Wildgehölze befallen, beispielsweise der Weissdorn, die Vogelbeere oder die Felsenbirne. Feuerbrand gehört zu den «Geregelten Nicht-Quarantäneorganismen». Das heisst, dass grundsätzlich keine Meldepflicht mehr besteht. Allerdings haben die Kantone einzelne Gebiete, die viele wertvolle Wirtspflanzenbestände (z.B. Hochstamm-Obstgärten oder Erwerbsobstanlagen) aufweisen als «Gebiete mit geringer Prävalenz» ausgeschieden. Ziel ist es, diese Gebiete in einem besonderen Mass zu schützen. Tritt hier Feuerbrand auf oder besteht ein Verdacht darauf, muss dies umgehend der kantonalen Pflanzenschutzfachstelle gemeldet werden. Für Baumschulen gilt eine Melde- und Bekämpfungspflicht, um zu verhindern, dass krankes Pflanzgut

in Umlauf kommt und schliesslich auch in die Obstanlagen gelangt. Einzelblüten oder Blütenbüschel welken und verfärben sich braun (schwarz), ein milchig weisser, dann bräunlich klebriger Schleimtropfen bildet sich (Exsudat = hohes Risiko für die weitere Verbreitung). Besonders bei warmem, wüchsigem Wetter ist dies zu beobachten. Typische Anzeichen für eine Infektion bei Neutrieben sind ein fahles Grün und bogenförmiges Abbiegen (Runterhängen) der Triebspritze. Bei infizierten Blättern zeigen sich die Symptome in Form einer braunroten Verfärbung von den Blattadern her, die beim Blattstiel beginnt. Auch der Blattstiel ist dunkel verfärbt. Bei unzureichend ausgeführten Sanierungsmassnahmen können sich Canker bilden, wo sich der Feuerbrand im Holz eingenistet hat.

Wichtige Massnahmen: 

Während der Blüte: Konsultieren der Blüteninfektionsprognose auf www.feuerbrand.ch

Im Sommer: Regelmässige Kontrolle der Obstanlage und nahe gelegener Wirtspflanzen in Hecken und an Waldrän- dern. Bei Wildgehölzen, wie Weissdorn, sind die Symptome erst im August sichtbar.

Bei Feuerbrandbefall in «Gebieten mit geringer Prävalenz»: Zuständige kantonale Fachstelle kontaktieren.

Sanierung von Feuerbrandbefall: Befallene Pflanzentriebe entfernen und entsorgen (Kehricht), Hände und Werkzeug desinfizieren (Abflammen, Desinfektionsmittel).  Die Infektion erfolgt über die Blüten. Nach Blütenende findet keine Infektion mehr statt, deshalb auf frühen Triebabschluss hinarbeiten. 

 

Details und mehr Informationen: Merkblatt Feuerbrand von Agroscope

 

Quarantäneorganismus melden:

Amt für Strukturverbesserungen  und Produktion

Fachstelle Pflanzenschutz

Rütti 5

3052 Zollikofen

Tel. 031 636 49 10

Meldeformular

 


Schweizer Obstsorte des Jahres 2026: Hallauer Aemli

Fructus, die Vereinigung zur Förderung der Obstsortenvielfalt, ernennt jährlich eine Obstsorte des Jahres und stellt so in den Hintergrund gerückte Sorten ins Rampenlicht. 2026 fiel die Wahl auf das Hallauer Aemli, eine selten gewordene Obstsorte. Die Sauerkirschensorte ist auch unter der Bezeichnung Landschäftler Weichsel bekannt. Ursprünglich fand man sie vermehrt im Kanton Schaffhausen, sie war aber auch schweizweit an sonnigen bis halb schattigen Standorten verbreitet. Insbesondere im Hausgarten hatte die Sauerkirsche früher einen festen Platz für die Selbstversorgung. Da das Hallauer Aemli zu einem späteren Zeitpunkt blüht, ist es meist vor Spätfrosten gefeit. Auch betreffend Pflanzenschutz gilt sie als recht robust. Wie bei allen Sauerkirschen, besteht bei Feuchtigkeit während der Blüte eine gewisse Anfälligkeit auf Monilia, auch tritt Schrotschuss bisweilen auf. Um Infektionen vorzubeugen ist ein luftiger Standort optimal. Das Hallauer Aemli hat verschiedene Vorzüge. So trägt diese Sauerkirschensorte regelmässigen und guten Ertrag, ist selbstfruchtbar und kann deshalb auch als Einzelbaum im privaten Garten erfreuen. Sogar in etwas raueren Lagen gedeiht der anspruchslose Baum. Einen besonderen Vorteil hat das Hallauer Aemli, wenn es darum geht, die Früchte vor der Kirschessigfliege zu schützen. Der Wuchs des Baums ist eher klein und breit. Der Zeitaufwand für eine Einnetzung dieser Sauerkirschensorte ist deshalb machbar und liegt in einem vertretbaren Rahmen. Wichtig für einen wirksam Schutz ist es, die Bäume vor dem Farbumschlag der Kirschen mit dem Netz einzupacken. Das Hallauer Aemli zeichnet sich durch einen hohen Zuckergehalt und eine angenehme Würze aus und eignet sich nebst der Verarbeitung zu Konfitüre, zu Säften und zum Dörren für den Frischverzehr. Allerdings ist sie als Tafelkirsche nur für Gaumen, die herb-saure Früchte mögen, attraktiv. Das Fruchtfleisch ist zart, sehr saftig aber auch stark säuerlich, trotz seines hohen Zuckergehalts. Auch als sortenreiner Edelbrand hat sich das Hallauer Aemli bereits einen Namen gemacht, so wurde der Aemli-Brand vom Hof Allen- winden 2023 / 24 mit Gold ausgezeichnet. Allgemein gelten Sauerkirschen als gesund. Inhaltsstoffe, wie phenolische Verbindungen und Anthocyanen, die Stress reduzieren können und entzündungshemmend wirken, machen das Hallauer Aemli interessant. Auch soll ein positiver Effekt auf den Blutdruck, Herz Kreislauf-Erkrankungen und die Muskelregeneration bestehen. Der Inhaltsstoff Melatonin verhilft zu einem gesunden Schlaf. Damit diese wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, ist eine sorgfältige Verarbeitung absolut essenziell.


Japankäfer - Merkmale und Massnahmen

Foto: Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Foto: Bundesamt für Landwirtschaft BLW

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Fängen des Japankäfers. Da der Quarantäneorganismus meldepflichtig ist, machen wir noch einmal auf einige Merkmale und Massnahmen aufmerksam.

Den Japankäfer erkennen und melden

Seine fünf weissen Haarbüschel auf jeder Seite des Hinterleibs und zwei Haarbüschel am Ende des Hinterleibes unterscheiden ihn von ähnlich aussehenden einheimischen Käferarten. Weitere Merkmale finden Sie im Merkblatt des Kantons Bern zur Bestimmung des Japankäfers. Die Kantone führen im Auftrag des Eidgenössischer Pflanzenschutzdienstes die Gebietsüberwachung durch, welche im Jahr 2025 nochmals intensiviert wurde. Fallen mit Lockstoff sollen den Schädling anlocken und festhalten. Bei Verdacht sind auch Privatpersonen aufgefordert, einen Fund via Formular dem kantonalen Pflanzenschutzdienst zu melden. Dazu Käfer einfangen und Fotos schicken.

 

Weitere Details und Informationen zum Japankäfer


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Richtpreise Direktvermarktung 2026
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